Die Unterwelt von Basel

Der Beobachter nimmt sie auf eine multimediale Reise mit – in die Unterwelt von Basel.

Ob Kanalisation, Notspital oder Quellbrunnen – keine Stadt funktioniert ohne ihren Untergrund. Wir nehmen Sie mit auf eine multimediale Reise.

«Gäbe es die Mitarbeiter des Tiefbauamts nicht, wir sässen buchstäblich in der Scheisse.»
Yaël Debelle, Journalistin

Unter der Erde gibt es aber nicht nur schmutzige Orte, sondern auch solche, die in Extremsituationen keimfrei sein müssen. Das unterirdische Notspital ist ein solcher Ort.

Nach dem Besuch der Spitalanlagen aus dem letzten Jahrhundert gehen wir noch weiter in die Geschichte zurück, zur Quelle: Sie liegt unter dem ehemaligen Lindenturm im Basler St. Alban-Quartier. Erneut geht’s in die Tiefe, erneut wandern wir durch ein Labyrinth aus glitschigen Gängen.

 «Es riecht nicht mehr nach Fäkalien. Es riecht nach Leben, nach dem Kreislauf der Erneuerung.»
Yaël Debelle, Journalistin

Geschichte: Die Basler Kanalisation
Gegen eine Kanalisation haben sich die Basler Bürger lange gewehrt. Als die Regierung 1875 Kanalisationsanschlüsse für alle Häuser einführen wollte, gab es ein Referendum, wie der Historiker Georg Kreis in seinem Buch zur Geschichte des Tiefbauamts Basel-Stadt schreibt. Das sei ein Eingriff in das Privateigentum und ganz unnötige Ausgaben für die Hausbesitzer, monierte das Nein-Komitee.

Die Kanalisation wurde mit überwältigender Mehrheit abgelehnt. Trotzdem wurden nach und nach Schächte und Rohre installiert. Bis 1980 flossen aber noch sämtliche Abwässer ungeklärt in den Rhein. Die erste Kläranlage wurde 1982 eingeweiht.


Beobachter, 29.9.2015