A9: Blumige Ausreden statt Fakten

Autobahnbau auf Kurs: Martin Hutter, Chef des Amtes für Nationalstrassenbau.

Seit über einem Jahr arbeitet Martin Hutter bereits als Chef des Amtes für Nationalstrassenbau. Damit ist er zuständig für den Bau der Autobahn A9. In einem Interview beschönigt er das Autobahn-Fiasko.

Aufgrund dieser Funktion wird Hutter in der WB-Ausgabe vom 2.10.2014 interviewt. Er spricht hier von einem intensiven ersten Amtsjahr und äussert sich dann zur Frage, ob denn der Autobahnbau A9 auf Kurs sei. Seine Antwort: «Meines Erachtens ist der Bau der Autobahn unter Berücksichtigung der heutigen Planung durchaus auf Kurs (…). Nicht zu vergessen ist dabei die vorausschauende Planung und Projektierung.»

Damit findet Hutter blumige Worte für ein einziges Fiasko. Immerhin wurde die komplette Eröffnung der A9 um mindestens sechs Jahre nach hinten verschoben, der Kostenvoranschlag wird um die Hälfte überzogen, die Autobahn kostet damit rund zwei Milliarden Franken mehr als budgetiert.

So kam auch die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates in einem vernichtenden Bericht zum Schluss, dass die Autobahn im Oberwallis grösstenteils falsch geplant wurde.

Weiter spricht Hutter den Autobahnkritikern Hintergrundwissen ab, es seien eben nicht alle Details bekannt. Richtig, in Sachen Autobahn braucht es Transparenz. Die erreicht man aber nicht mit blumigen Äusserungen, sondern nur mit harten Fakten.