Vom Rednerpult in die Schlacht

Vom Rednerpult in die Schlacht: Vielleicht bringt
das Christkind im nächsten Jahr die Kalaschnikow.

Der Walliser SVP-Staatsrat und Bildungsminister Oskar Freysinger betätigte sich am 22. November 2014 in Berlin erneut als Aussenpolitiker.

Anlässlich einer vom weit rechtsstehenden Jürgen Elsässer organisierten «Friedenskonferenz», hielt Freysinger ein Referat mit dem Titel «Die Schweiz im Dschungel der Sanktionen». Natürlich betonte Freysinger darin die Vorzüge des Schweizer Systems, welches übrigens seit geraumer Zeit unter dem Druck stehen soll, «seine Rechte und Freiheiten aufzugeben.»

Natürlich, das kennt man. Der umtriebige Staatsrat präsentiert aber auch eine vermeintliche Lösung für das vermeintliche Problem: Russland könnte sich in dieser Situation als entscheidender Partner entpuppen. Dann setzte der Walliser Bildungsminister zu einer Kritik am Umgang mit Russland an. Kurz zusammengefasst bekommen die USA und auch die Schweiz eins auf die Kappe, auf Russland wird ein Loblied angestimmt.

«Es gibt überhaupt keinen Grund Russland zu misstrauen», sprach Freysinger und wünscht sich «Russland einzubinden, statt auszugrenzen.» Freysinger wünschte sich aber auch schon eine Kalaschnikow, einen Genozid-Leugner im Bildungsdepartement und eine hübsche Reichkriegsflagge im Keller. Manche dieser Wünsche hat er sich erfüllt.

Ist das Hauptproblem im Walliser Bildungsdepartement wirklich fehlendes Geld?